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Der unbekannte Joseph Haydn: Concertini und Divertimenti
Es ist schon erstaunlich, wie wenig wir vom Werk Haydns kennen, obwohl er doch ohne Zweifel zu den ganz großen Meistern der Klassik gehört. Wir kennen natürlich einige Sinfonien, die mit dem Paukenschlag zum Beispiel, oder die Abschiedssinfonie. Auch die Schöpfung, vielleicht noch die Jahreszeiten, und einige Streichquartette. Schon bei den Klaviertrios sieht es in den heutigen Konzertprogrammen eher mager aus.
Gerade die früheren Werke Haydns sind im Konzertbetrieb fast gänzlich unbekannt. Wo bei Haydns Zeitgenossen jede noch so unbedeutende Kompositionsübung erschlossen ist, ist es bei dem Vater der Wiener Klassik schon enorm schwer, überhaupt einen Überblick über das riesige Gesamtwerk zu bekommen. Das liegt sicherlich auch an der hohen Lebensleistung des Meisters, der, im Hochbarock geboren, die Klassik zur Blüte gebracht hat und im Alter noch Anfänge der Romantik gestreift hat. Eine übliche Einteilung in drei Schaffensperioden läßt Haydn schon deshalb kaum zu. Zudem ist offenbar ein Großteil des Frühwerks aus der Zeit vor 1760 nicht erhalten...
(Ausschnitt aus dem Programmtext von Johannes Gebauer)
z. B.:
Concertino in C-dur
Streichtrio in h-moll
Klaviertrio in g-moll
Streichtrio in C-dur
Divertimento in C-dur
Besetzung(4): 2 Violinen, Violoncello, Cembalo
Konzertmitschnitt (CD) auf Anfrage erhältlich.